Grundacherschule

Die Grundacherschule ist ein ehemaliges Wohnhaus direkt beim Bahnhof Sarnen, das sehr stimmig durch einen An- und Neubau erweitert wurde. Hier lernen ca. 60 Kinder und Jugendliche von der Kindergartenstufe bis zur 3. Oberstufe in einem lebendigen Miteinander. Neben der Lerngemeinschaft bilden die Berücksichtigung des Entwicklungsstandes und der Interessen der Kinder sowie die Future Skills das pädagogisches Fundament der Schule. Entsprechend zentral ist das projektorientierte, interessengeleitete Lernen, beispielsweise in der sogenannten Macherei.

Rundgang

Die Räume sind sehr flexibel gestaltet und ermöglichen unterschiedlichste Lernsettings und Raum für Spiel, Spass und Erholung. Der Rundgang wurde im laufenden Betrieb dokumentiert und die Räume wurden bewusst nicht leergeräumt:

Die Schulleiterin, Karin Anderhalden, hat in einem kompakten Text wunderbar zusammengefasst, wie die Räume an der Grundacherschule konzipiert sind und wie sie im Alltag genutzt werden:
Der Raum ist der dritte Pädagoge

3 Stufen unter einem Dach

Die Basisstufe umfasst den ganzen Zyklus 1 gemäss Lehrplan. Das Spielen ist dabei der zentrale (und altersgemässe) Modus des Lernens. Die Kinder erwerben die Kompetenzen, wenn sie bereit sind dafür und werden dabei individuell begleitet.

In der Mittel- und Oberstufe wird altersdurchmischt gelernt, ohne Stundenplan, Fächer und Noten, sehr wohl aber mit viel Struktur und individueller Begleitung. In Fremdsprachenworkshops lernen beispielsweise Schüler:innen aus beiden Stufen in gemischten Gruppen zu frei gewählten Themen und Schwerpunkten.

Mit Ritualen wie der Freitagsbühne wird die Gemeinschaft gepflegt. Dabei dürfen die Kinder und Jugendliche ihre Highlights vor der ganzen Schule vorstellen. Auch das gemeinsame Essen und die Pausengestaltung ist ein wesentlicher Aspekt des Schulalltags.

Macherei

In der Macherei ist ein Makerspace, in dem die Kinder und Jugendlichen ihre Projekte verwirklichen können. Dabei wird gehämmert, geschraubt, gemalt, gelötet, programmiert und vieles mehr. Die Planung, Dokumentation und Reflexion ist dabei ganz entscheidend. Durch die freie Wahl der Projekte werden die Lernenden mit echten Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehört auch das Scheitern genauso wie Stolzmomente. Das von und miteinander Lernen und die Unterstützung durch die Lernbegleiter sind zentrale Aspekte in diesem offenen Lernsetting.

Lernwelten, draussen lernen

Die Schule öffnet sich auch immer wieder nach aussen, beispielsweise über «Lernwelten». Dabei wird eine Lernumgebung zu einem bestimmten Thema gestaltet, in der während drei Wochen die Erwachsenenwelt nachgebildet wird. So stand 2024 die Lernwelt unter dem Thema «Kramorama – Marktplatz für nachhaltige Produkte». Dabei wurde u.a. ein Repair-Café und ein Brocki initiiert, auch unter Einbezug von externen Expert:innen. Die hierfür benötigten Kompetenzen (bis hin zu Preisberechnungen und Werbung) werden dabei selbstverständlich und praxisnah angewendet und trainiert.

Immer wieder wird auch der gewohnte Lernort verlegt, beispielsweise in ein Zeltlager in einem Gelände oberhalb Sarnen. Auch findet ein Perspektivenwechsel und nicht selten auch ein Verlassen der Komfortzone statt, was schliesslich eine Grundbedingung des Lernens ist.

Weitere Informationen sind auf der Website der Schule zu finden:
https://www.grundacherschule.ch