
An der Elisabeth Lange Schule im Hamburger Stadtteil Eißendorf steht den über 900 Schüler:innen eine grossartige Pausenhalle zur Verfügung. Hier kann man ausruhen, herumtollen, plaudern, essen, lernen und Aufführungen geniessen.
Der Raum wurde von der dänischen Architektin Rosan Bosch und ihrem Team entworfen und ist Teil des HAFENS. Das Akronym steht für Halten – Ankommen (und Aufrichten) – Fördern (und Fordern) – Entspannen – Neu ausrichten. Der Hafen ist ein wesentliches Element der Lernkultur der Elisabeth Lange Schule.
Rundgang
Merkmale und Entstehungsgeschichte
Die Pausenbereich ist das Herzstück der Schule. Für den Betrieb der Ganztagesschule wurde mehr räumliche Flexibilität benötigt: Begegnungszonen, Rückzugsgebiete, Essraum, Pausenareal, Vorführungsraum, usw. HAFEN steht dabei einerseits für das pädagogische Konzept der Schule und nimmt gleichzeitig ein wesentliches Merkmal von Hamburg auf, das über die Elbe mit den Weltmeeren verbunden ist. Die Hafenmetapher erlaubt eine differenzierte Strukturierung des Raums für verschiedene Lernsituationen und ausserschulische Aktivitäten. Die Höhe der Halle wird hierfür optimal ausgenutzt: Im Leuchtturm findet man beispielsweise einen Rückzugsort, der gleichzeitig den Ausblick über die ganze Lernlandschaft öffnet.
Die Pausenhalle wurde von Rosan Bosch als partizipativer Prozess gestaltet. Im Vorfeld wurden drei Workshops mit Schüler:innen, Eltern und Lehrerschaft durchgeführt, um die Anforderungen an die neuen Räumlichkeiten zu klären. Entsprechend gross ist die Identifikation mit der vielseitigen Pausenhalle.
Weitere Informationen zum Raum: https://www.rosanbosch.com/project/sts-ehestorfer-weg
Das HAFEN-Konzept
Der HAFEN wurde aus der Einsicht heraus konzipiert, dass die vielfältigen Förder- und Betreuungsangebote sehr fragmentiert und oft auch schlicht nicht bekannt waren. Durch die Bündelung an einem Ort und die Bildung von multiprofessionellen Teams konnten die Angebote viel gezielter und niederschwelliger genutzt werden. Um der heterogenen Schülerschaft als inklusive Schule gerecht zu werden, richtet sich der HAFEN an einen breiten Adressatenkreis:
- Schüler:innen die Lernförderung erhalten (sonderpädagogische Förderung und Begabungsförderung)
- Schüler:innen, die sich auf den Unterricht nicht einlassen können
- Schüler:innen mit akuten Problemsituationen
- Schülerinnen, die Angebote mit offenem Eingang/Ende wahrnehmen
- Schüler:innen, die sich den HAFEN durch gute Mitarbeit verdienen
Das Konzept des HAFENs wird in der folgenden Publikation ab S. 24 anschaulich erklärt: Hamburg macht Schule 01/2023
Auf der Website der Schule sind viele weitere Informationen zu den pädagogischen Grundhaltungen und zur Schulentwicklung zu finden: https://elisabeth-lange-schule.de